Freitag, 9. Juni 2017

Vorpubertät?

Die Große ist heute unheimlich schnell gereizt... sehr schnell motzig bis rumbrüllend und ihr ist alles egal...
Reden ist auch doof... ok ich lasse sie erstmal vor sich hingrummeln...
Dann läuft der Bruder ihr falsch über den Weg und reagiert auch nicht wie gewünscht, zack brüllt sie ihn an, es reicht mir.
Zeit für ein ernstes Gespräch.
WIr sitzen einfach auf dem Boden und reden und so nach und nach kommt raus, was sie so bedrückt und sie sieht auch ein, dass sie das nicht an uns auslassen sollte (und entschuldig sich sogar beim Bruder!)

Nun denn, später im Garten das liebste Kind und mein Mann fragt nur: Was ist denn mit der heute los?

Ja, auch Kinder haben schon Probleme, die uns Erwachsenen vielleicht banal vorkommen mögen, aber für die Kinder wirklich belastend sind.
Und sie brauchen Ventile um Frust loszuwerden, aber müssen sich auch ernst genommen fühlen mit ihren Problemen. Im Idealfall lernen sie Lösungswege zu finden ohne ihren Geschwistern eins reinzuwürgen.
Sie brauchen die Sicherheit, von uns Eltern ernst genommen und verstanden zu werden, egal wie klein oder groß das eigentliche Problem ist und ich bin froh, dass meine Tochter mit uns redet.

Für solche Gespräche setzen wir uns bewusst zusammen.
Wenn ich merke, dass Redebedarf ist, unterbreche ich meine Tätigkeit und wir setzen uns zusammen- egal ob an den Küchentischm aufs Sofa, ins Bett gekuschelt oder wie heute einfach im Kinderzimmer auf dem Teppich sitzend.

Ich finde es wichtig, dass ich meinem Kind dabei ungeteilte Aufmerksamkeit schenke. Der Geschirrspüler oder die Bügelwäsche können warten- so fühlen sich die Kinder ernst genommen.

Schafft euch Zeiten, wo ihr in Ruhe einfach quatschen könnt- dazu braucht es auch keine Probleme ;)

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